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Die Wichtigkeit von Lesekompetenz

Untersuchungsergebnisse aus Studien

Die Stiftung Lesen, die Wochenzeitung DIE ZEIT und die Deutsche Bahn Stiftung untersuchen seit 2007 jedes Jahr aus unterschiedlichen Perspektiven die Situation des Vorlesens in Deutschland und seine Bedeutung für die Entwicklung von Kindern.

Stiftung Lesen LogoStiftung Lesen ogoIn einer Zusammenfassung dieser Studien von 2007-2011 wurden auch zentrale Befunde anderer Untersuchungen, zum Beispiel der Level One Studie der Universität Hamburg, aufgearbeitet, die bestätigten, dass jeder siebte Erwachsene in Deutschland ein funktionaler Analphabet ist. Ein Grund dafür sei, dass viele Menschen nach Beendigung ihrer Schulzeit oder Ausbildung das Lesen und Schreiben nahezu verlernen, da sie es nicht mehr anwenden. Die Hauptursache für mangelnde Lesekompetenz liegt jedoch darin, dass Erwachsene nie richtig lesen und schreiben gelernt haben.

Das bestätigte unter anderen auch die internationale Grundschul-Lese-Untersuchung IGLU 2011. Dort zeigten sich eindeutige Leseschwierigkeiten bei den Jüngsten: Etwa 15,4 Prozent der Viertklässler konnten kein ausreichendes Leistungsniveau im Lesen erreichen. Insgesamt Belegen die Studien, dass in den neuen Generationen der Kinder und Jugendlichen mögliche funktionale Analphabeten heranwachsen. Damit fehlt ihnen die grundlegende Basis für den Zugang zu Bildung, der Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen und zum Berufsleben.

 

Wie kann man entgegenwirken?

Um den Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben entgegenzuwirken, muss jedoch eine Förderung der Lese- und Schreibkompetenz schon viel früher eintreten, am besten vor dem 1. Schuljahr. Die Vermittlung grundlegender Kenntnisse imKinder lesen Umgang mit Sprache und verfügbaren Texten sind hier von Bedeutung. Damit ist die richtige Informationssuche und –verarbeitung gemein, damit Kinder Informationen in Zusammenhang setzen und bewerten können. Kinder sollten mit Lesemedien vertraut sein und eine gewisse Motivation und Freude am Entdecken von Sprache entwickelt haben. Bei Schuleintritt fällt es ihnen dann auch leichter eigenständig Lesen und Schreiben zu lernen. 

In der aktuellen Vorlesestudie von 2016 wurde die zentrale Frage: „Was wünschen sich Kinder?“ beleuchtet (Download der kompletten Studie auf www.stiftunglesen.de). Dabei wurden 5- bis 10-jährige Kinder in deutschen Privathaushalten und ihre Mütter befragt. Interessant dabei war, dass etwa 9 von 10 Kindern das Vorlesen lieben (unabhängig vom Bildungsniveau), jedoch etwa ein Drittel der Eltern zu wenig vorlesen. Besonders Kindern, denen wenig vorgelesen wird, wünschen sich es öfter.

Darüber hinaus zeigt sich, dass Kinder ganz konkrete Vorstellungen haben, welche Geschichten ihnen besonders gut gefallen. So mögen vor allem jüngere Kinder lustige Geschichten. Für Ältere sind eine spannende Handlung und interessante Charaktere wichtige Kriterien.

Fazit: Kinder lieben Vorlesen – und das unabhängig vom Geschlecht oder Alter. Wichtig ist, dass Kindern regelmäßig vorgelesen wird. Nur so können Sie Ihre Lesekompetenz stetig weiterentwickeln.

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10 Tipps, wie Sie Ihr Kind an das Lesen heranführen

 Einfach, aber wirkungsvolle Tipps, wie Sie Ihrem Kind den Zugang zu Texten und Geschichten erleichtern und nachhaltig Begeisterung fördern! 

1. Die richtige Geschichte

Kinder wissen genau, was sie möchten. Fragen Sie also am besten Ihr Kind, welche Geschichte es hören möchte. Werten Sie die Wünsche Ihres Kindes niemals ab. Machen Sie auch Vorschläge und wecken Sie Neugier. Mit Abwechslung bleibt das Vorlesen spannend – auch für Sie selbst.

Vater liest seinen Kindern vor

2. Vorlesen als Ritual

Bleiben Sie geduldig, wenn Ihr Kind immer wieder dieselbe Geschichte vorgelesen bekommen möchte. Kinder mögen es, wenn Sie Ihre Lieblingsgeschichte in- und auswendig kennen und verbinden so das Vorlesen als feierliches Ritual.

3. Die richtige Atmosphäre

Schaffen Sie Gemütlichkeit, denn viele Kinder nutzen die Vorlesezeit auch zum Entspannen. Nehmen Sie sich daher auch genügend Zeit. Werden Sie nicht hektisch, sollten Sie einmal weniger Zeit haben. Setzen Sie sich neben Ihr Kind, damit dieses in Ruhe die Bilder anschauen kann.

4. Konzentration

Multitasking oder Stress sind beim Vorlesen fehl am Platz. Konzentrieren Sie sich voll und ganz auf das Vorlesen und Ihr Kind – auch wenn es nur 5 Minuten sind. Nur so werden Sie Ihr Kind auch als aufmersamen Zuhörer für die Geschichte gewinnen können.

5. Vorbereitung

Texte können verständlicher erzählt werden, wenn sie schon vorher einmal gelesen wurden. Ein Blick ins Buch vor dem Vorlesen, schadet nie!

6. Vorlesen zum Erlebnis machen

Gewinnen Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes mit mehr Lebendigkeit. Versuchen Sie zum Beispiel Ihre Stimme bei verschiedenen Figuren im Buch zu verstellen. Unterstützen Sie durch Gesten und Mimiken. Übung macht den Meister!

Vater liest seinen Kindern vor7. Regelmäßigkeit 

Auch das Zuhören muss geübt sein. Damit Ihr Kind überhaupt weiß, wie Zuhören funktioniert und was es mit dem Erzählten anfangen soll, ist ein regelmäßiges Vorlesen äußerst wichtig. So lernt Ihr Kind auch auf bereits erhaltene Informationen aufzubauen und diese in Zusammenhang zu setzen.

8. Vorbild sein

Sollten Sie für sich selbst lesen, lesen Sie vor Ihrem Kind. Denn Kinder schauen sich sehr häufig Dinge von Ihren Eltern ab. Das gilt auch für Großeltern oder ältere Geschwister.

9. Bleiben Sie flexibel 

Manchmal möchten Kinder nur Bilder anschauen oder einen kleinen Teil der Geschichte hören. Gehen Sie auch die Wünsche ein. Wichtig ist, dass eine Bindung an das Vorlesen aufgebaut wird und sich Ihr Kind überhaupt mit der Geschichte beschäftigt und gedanklich auseinandersetzt.

10. Lassen Sie Ihr Kind entscheiden

Abenteuer Ihres Lieblingscharakters, eine Geschichte zum Aufheitern oder etwas Interaktives zum Beschäftigen. Kinder möchten die Geschichten nach Ihrem jeweiligen Bedürfnis auswählen. Lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden und schaffen Sie so stets einen positiven Zugang zum Vorlesen.

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